Modellbau - 1:75 - 1:48 - 1:35

Modellbau-Autos haben ihren festen Platz in der Modellbauwelt. Allerdings ist das Angebot etwa so übersichtlich wie ein Kaufhaus-Parkplatz an einem verkaufsoffenen Adventssamstag. Um Ordnung in die Sache zu bringen, unterscheidet man in Modelle ohne Motor und in solche Modellbau-Autos, die sich aus eigener Kraft bewegen. Nachdem eine erste, provisorische Grenzlinie gezogen ist, kann sich der Blick auf die Seite der antriebslosen Modelle richten.

Modellbau & Modelle

Die gängigen Maßstäbe beginnen bei 1:75 – etwas größer als die bekannte HO-Modelleisenbahn -, es folgen im Normalfall 1:48 und 1:35. Schon bei dem letztgenannten Maßstab, erst recht bei 1:18 oder größer stellt sich nach dem Zusammenbau die Frage: Wohin mit dem guten Stück? Das Modellbau-Auto kann nämlich locker die Dimensionen eines Fernsehgerätes errreichen. Die Preise übrigens auch. Wer sich also eine Sammlung aufbauen will, sollte nicht über 1:35 hinausgehen – sich ein Haus bauen oder zumindest einen eigenen Raum für die Modelle einplanen.

Es gibt Modelle aus allen Bereichen: Militärfahrzeuge, Lastkraftwagen, Personenwagen, Rennwagen, Motorräder, alles jeweils unterteilt in historisch und modern. Militärfahrzeuge sind nicht jedermanns Sache, andere finden gerade diesen Bereich interessant. Es gibt einen fließenden Übergang zwischen dem, was noch als ´Modellbau-Auto` gelten kann und speziellen Fahrzeugen, bis hin zu Panzern, die zwar als Kampfwagen bezeichnet werden, aber eine ganz eigene Kategorie bilden.

Modellbau Tipps

Die Hersteller bieten Modelle aus Kunststoff oder Metall an, teilweise enthält ein Bausatz beide Materialien. Metall bietet eine feinere Detailierung, meistens sind die Bauteile schon lackiert und der Bastler darf tatsächlich winzige Muttern festziehen. Das hat natürlich seinen Preis. Bei Modellbau-Autos aus Kunststoff bildet die realistische Lackierung oft das größte Problem. Damit es perfekt aussieht ist Airbrush-Technik empfehlenswert, was aber auch wieder eine Investition bedeutet.

Die niedrigeren Preise für Kunststoffmodelle bieten Möglichkeiten zur mutigen Modifikation: Schlamm-Look á la Finnland-Rallye ist nur eine Variante. Stehen diese Modellbau-Autos nach Zusammenbau friedlich in der Vitrine, so drängt es die Vertreter der anderen Kategorie zur Vorwärtsbewegung. Möglich ist es, im Wohnzimmer mit seinem Modell-Truck zwischen den Sesseln zu kurven – mit RC-Technik, also ferngesteuert. Richtig laut und schnell wird es bei Modellbau-Autos, die von einem Benzinmotor getrieben werden. Das ist schon eine Angelegenheit für Spezialisten, die Mitglied in einem Verein werden sollten.

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