Touristenfahrt auf dem Hockenheimring

Sie sind Motorsport-Fan? Sitzen immer begeistert bei jedem Formel 1 Rennen vor dem Fernseher? Warum dann nicht einmal selbst auf dem legendären Hochkenheimring bei einer Touristenfahrt antreten? Die Touristenfahrt gibt Ihnen die Möglichkeit mit dem eigenen Auto ein paar Runden selbst zu fahren. Was es dabei zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Touristenfahrten sind ein großes Erlebnis

Hinweis (11.3.24):

Noch vor wenigen Jahren war es so, dass man 15 Euro für 15 Minuten zahlen musste um mit dem eigenen PKW auf dem Ring fahren zu dürfen. Wenn man nicht fahren wollte, sondern nur zusehen, dann konnte man kostenlos in den Innenbereichs der Rings fahren, dort parken und durfte dann den fahrenden Privatwagen zu sehen. Man konnte in der Sachskurve Platz nehmen, etwas essen oder trinken und es war immer etwas los. Es war ein schönes Erlebnis, da man tolle Autos sah und Benzingeruch in der Luft lag. Man kam auch mal mit den Kindern, der Partnerin sowie mit Freunden. Leider hat sich das nun komplett geändert. Zugang zum Innenbereich sowie auf die Tribüne gibt es nur noch per Ticket ab 55 Euro. Dabei spielt es auch erstmal keine Rolle mehr ob man fährt oder nicht. Schade, es war eine schöne Zeit. Die Betreiber werden sich sicherlich etwas dabei gedacht haben.

In regelmäßigen Zeitabständen finden die Touristenfahrten auf der Grand Prix Strecke statt. Die aktuellen Termine können Sie auf der offiziellen Hockenheim Homepage abrufen.

Parkplätze sind in der Regel genügend vorhanden. Wer mit seinem Auto auch auf den Ring möchte, holt sich ein Ticket und gibt dieses bei der Einfahrt in die Boxengasse ab. Ein Ticket ist gültig für 2 Time Slots á 15 Minuten.

Wie läuft das ab?

Autos und Motorräder fahren jeweils abwechselnd auf der Strecke. Bei schönem Wetter und viel Andrang kann es auch mal sein, dass die Autos zwei mal fahren dürfen und danach wieder die Motorräder. Die Autos stellen sich in 2er oder 3er Reihen in der Boxengasse auf. Wenn die Boxengasse voll ist, wird der Ring frei gegeben. Gefahren werden kann in der Regel für ca. 15 Minuten, dies reicht je nach Geschwindigkeit für einige Runden.

Weitere Informationen zu den Touristenfahrten entnehmen Sie bitte der Webseite des Hockenheimrings:

Hockenheimring Termine

Selbst wenn Sie nicht fahren, lohnt es sich einmal dabei gewesen zu sein. Es gibt einiges zu sehen und Sie werden begeistert sein. Sie dürfen selbst in die Boxengasse und können die fahrenden Motorräder und Autos begutachten. Meistens hat auch ein Getränkestand sowie Essenstand geöffnet.

Leider passieren auch immer wieder Unfälle und es gibt Verletzte. Trotzdem ist so ein Event, welches ca. alle 2 Wochen stattfindet, ein tolles Ereignis, welches auch interessant ist, wenn man nicht selbst auf dem Ring fährt. Es gibt viel zu sehen.

Den Verkehrsübungsplatz in Hockenheim, welcher vor dem Ring auf dem großen Parkplatz direkt an der Autobahn war, gibt es schon lange nicht mehr. Meistens wird der Platz jedoch von Modellauto- Fahrern genutzt, um Ihre kleinen Boliden über den alten Verkehrsübungsplatz zu jagen. Für Fahranfänger ist der Hockenheimring also nicht mehr geeignet.

Für Interessierte, die sich aber dem Motorsport verschrieben haben und die gern einmal selbst mit dem eigenen Auto den legendären Hockenheimring befahren wollen, die gibt es in regelmäßigen Zeitabständen die sog. Touristenfahrt. Bei diesen Fahrten fahren abwechselnd Motorräder und Autos über die Strecke des Rings.

Touristenfahrten sind allerdings keine Rennen, sondern vielmehr eine Möglichkeit den Ring mit dem eigenen Auto zu erkunden. Wer schön öfter bei einer Touristenfahrt war, sieht schnell bekannte Gesichter von Terminen zuvor. Viele Fahrer sind Wiederholungstäter und lassen wohl keinen Termin aus. Die Fahrzeugtypen sind bunt gemischt, auffällig sind viele Porsche, VWs, Nissan, BMWs und Audis. Man soll nicht glauben, dass dort nur Tuner Ihre Runden fahren, nein, vielmehr ist es ein bunter Mix der verschiedensten Personen von jung bis alt. Viele Fahrer kommen auch aus dem Ausland, z.B. Holland, England und vor allem wegen der räumlichen Nähe natürlich aus Frankreich.

Im Innenbereich des Hockenheimrings ist ein großer Parkplatz. Dieser füllt sich bei Touristenfahrten recht schnell. Es lohnt sich also, bei schönem Wetter früh da zu sein. Langweilig wird einem dort nicht. Bei dem ganzen Motorsound und tollen Autos gibt es viel zu sehen. Es ist mehr ein sehen und gesehen werden und man kommt aus dem staunen nicht mehr raus. Der Reiz der Touristenfahrten liegt eben darin, dass hier keine Vollprofis antreten, sondern das einfach jeder mit seinem privaten Racing Car oder der Familienkutsche hier fahren darf.

Wie viele Fahrzeug sind gleichzeitig auf dem Ring?

Nach dem man den Passierschein abgegeben hat, fährt man dann links herum bis an das Ende der Boxengasse, wendet und stellt sich in einer 2er Reihe auf. Es fahren so viele Fahrzeuge mit bis die Boxengasse fast gefüllt ist. Dies sind dann ca. 30-50 Autos. Da Autos und Motorräder immer abwechselnd für ca. 15 Minuten fahren dürfen, warten Motorräder und Autos jeweils auf das Ende der vorherigen Fahrt. Nachdem alle heil den Ring verlassen haben geht es los. Man bekommt die Erlaubnis zu starten und das Rennen bzw. die Fahrt beginnt. Geübte und sichere Fahrer rasen sofort los. Motorsound in den Ohren. Anspannung und Adrenalin! Entspannte Familien lassen es dagegen etwas ruhiger angehen und lassen die schnellen Autos vorbeiziehen.

Versicherungsschutz beim Fahren auf der Rennstrecke

Leider kommt es auch immer wieder vor, dass auf der Strecke Unfälle passieren. Der Hockenheimring distanziert sich ausdrücklich von diesen Unfällen. Man fährt also auf eigenes Risiko und ein Versicherungsschutz besteht nicht! In jedem Fall ist also Vorsicht geboten.

Was sollte man auf dem Ring beachten?

Unfälle passieren meist dadurch, dass man rechts und links überholt wird. Es sind zu viele Autos aus verschiedenen PS Klassen auf dem Ring. Während der eine von 0-100 10 Sekunden braucht, sind andere bereits in 4 Sekunden auf 100. Dies führt dazu, dass diese natürlich vorbeiziehen möchten. Meist wird dann einfach irgendwie überholt. Wenn man dann den Rückspiegel nicht ständig im Auge hat, kann es beim Überholvorgang schnell passieren, dass man mit einem anderen Fahrzeug aneinandergerät.

Daher empfiehlt es sich, gerade für Neulinge, sich äußerst rechts zu halten und zunächst einfach alle vorbeiziehen zu lassen. Der Reiz auf dem Ring liegt nicht darin andere zu dominieren, sondern auf der legendären Rennstrecke seine Runden selbst einmal zu drehen. Jeder der die Formel 1 kennt, weiß, wie eng die Kurven auf dem Hockenheimring sind. Langsam fahren, vor allem in den Kurven, sollte daher selbstverständlich sein. Ihr Auto dankt es Ihnen. Wenn Sie einen Motorradhelm besitzen, ziehen Sie Ihn im Auto auf. Es ist dort nicht ungewöhnlich und dient Ihrem eigenen Schutz.

Bedenken Sie auch, dass durch das Fahren auf dem Ring, Ihre Reifen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Wer zu stark in die Kurven geht, kann nach den 15 Minuten seine Reifen dampfen sehen. Das Gummi ist dann butterweich und der Verschleiß enorm.

Wer auf dem Ring gefahren ist, wurde vielleicht fotografiert. Es gibt Fotografen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, die Fahrer zu fotografieren. Ihr Bild können Sie dann später kaufen.

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Verkehrsübungsgelände / Schilder